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Vorwärts

Gedanken, Ideen, Meinungen und Senf von Markus Tofalo

Velomassnahmen im Strassenverkehr

Eine Analyse der Verkehrsregelung

aus der Sicht eines routinierten Radfahrers

Überall werden Velowege oder Massnahmen zur «Verbesserung» des Veloverkehrs geplant und gebaut, auch in St.Gallen. Das mag für die meisten Velofahrenden sinnvoll sein. Aus Sicht des sicheren und schnellen Velofahrers, als solchen ich mich sehe, sind viele dieser Massnahmen jedoch unnötig und für ein rasches Vorwärtskommen sogar hinderlich.

velo druch stgallen

Schnelle sind Routen wichtig für die Akzeptanz des Velos als Alltagsverkehrsmittel

Erläuterungen zum Video

Lichtsignale

Zusammenfassung der Hauptärgernisse routinierter Velofahrender

Negative Beispiele von Velamassnahmen

Positive Beispiele


Schnelle Routen sind wichtig für die Akzeptanz des Velos als Alltagsverkehrsmittel

Dass die Stadt Velorouten klassifiziert in «sichere» und «schnelle» ist zu begrüssen. So wie sichere Wege wichtig sind für eher zurückhaltende Velofahrende oder Kinder, so sind schnelle Routen unabdingbar, wenn sich das Velo als Alltagsverkehrsmittel in der Stadt für eine breite Bevölkerung durchsetzen soll.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Wenn ich von "unnötig" und "Hindernissen" spreche, dann meine ich dies aus meiner Sicht. Für wenig routinierte Radfahrerinnen und Radfahrer haben sie durchaus ihre Berechtigung. Ich verlange aber die freie Wahl, ob ich diese Parcours durchfahren möchte, oder nicht.

Vorteile des Velos

  • schneller
  • fahrplanunabhängig
  • weniger Parkierprobleme

Entscheidend für den Umstieg von Pendlerinnen und Pendlern auf das Velo sind diese drei Vorteile. Dass Velofahren auch fit hält und ökologisch sinnvoller ist, sei hier nur am Rand erwähnt. Mit zunehmenden Kilometern gewinnen «Neuvelolenkerinnen und -lenker» stetig an Erfahrung und Vertrauen. Nach anfänglicher passiver Fahrweise auf sicheren Wegen suchen später auch sie die schnellen Verbindungen.

rorschacherstrasse stfiden velostreifen

Ich schätze die Bemühungen der Stadt, den Veloverkehr mit entsprechende Routen, Wegen und Spuren zu fördern. Die Massnahmen des Kantons nehme ich zur Kenntnis, denn vor allem diese sind Schikanen, wenn es eilt. Manche Massnahmen führen zu längeren Fahrzeiten, weshalb die gut gemeinte Absicht nicht immer auf Wohlwollen der Zielgruppe stösst und sich diese dann andere Wege sucht.
Ich denke hier an Velolichtsignalanlagen mit längeren Wartezeiten, als man es als Velofahrender im Rahmen des Mischverkehrs hätte, an Kurvenradien, die sich kaum fahren lassen oder an Velostrassen, die an Kreuzungen enden, die nur als Fussgänger überquert werden können. Stichworte dazu: St.Leonhard-Kreuzung, Geltenwilenstrasse und Splügenstrasse.
Es gibt Massnahmen, die im Rahmen der Sicherheit ihre Berechtigung haben. Will man den Veloverkehr effektiv fördern, also die Pendler auf die Räder bringen, sind schnelle Routen unabdingbar. Schikanen werden umfahren.

Schnelle Routen sind also wichtig für die Akzeptanz des Velos als Alltagsverkehrsmittel.

Natürlich wären exklusive Velobahnen ohne viel Querverkehr und erzwungene Stopps ein Wunsch, realisierbar sind sie aber kaum, denn erstens fehlt der Platz, zweitens sind sie teuer und drittens gibt es nicht DIE Route durch die Stadt. Jeder Verkehrsteilnehmer hat seinen Start- und seinen Zielpunkt. Genau deswegen ist es wichtig, punktuell Verbesserungen für schnelle Velofahrerinnen zu schaffen und mindestens Velos im Rahmen des Mischverkehrs auf allen Strassen uneingeschränkt weiterhin zuzulassen.

Dies wird vor allem durch die kantonalen Stellen torpediert. Meine Wahrnehmung ist, dass viel «für» Velofahrer getan wird. Tatsächlich geht es darum, Velos als vermeintliche Hindernisse von den Hauptstrassen, den effektiv schnellen Routen, wegzubringen. Man wird also oft auf «Radwege», Trottoirs und und «sichere» Nebenstrassen verbannt, damit der motorisierte Individualverkehr (MIV) ungehinderter fliessen kann. Dabei kann sich das Argument Sicherheit als Bumerang erweisen, denn je weniger eine Autofahrerin mit Velofahrern in "ihrem" Bereich zu rechnen hat, desto gefährlicher kann es für den einzelnen Zweiräder werden, wenn er zwingend diesen Weg wählen muss, weil er z.B. an dieser Strasse wohnt oder arbeitet. Die vollkommene Entflechtung des Verkehrs in MIV, Velo und ÖV ist nicht möglich.

Veloförderung heisst für mich also auch, dass Velofahren Teil des Gesamtverkehrs bleibt.

Ideen, wonach Velos in Quartierstrassen zu verbannen sind, wie sie schon an öffentlichen Podien (z.B. zur Mobilitätsinitative) geäussert wurden, erteile ich eine klare und laute Absage. Quartierstrasse gelten für mich als schnellen Velofahrer nicht als sicherer, denn Rechtvortritte, spielende Kinder, Hofeinfahrten und manövrierende Autos verlangen nach stetiger Bremsbereitschaft.

Ich fahre kein E-Bike. Dieses Video und dieser Artikel beziehen sich auf schnell fahrende Velofahrerinnen. Mit der Zunahme von E-Bikes werden diese zahlreicher, was grundsätzlich ein Umdenken in der Umsetzung von Velomassnahmen verlangt, denn E-Bikes sind generell schneller und sie werden zahlreicher, was an manchen Orten zu Problemen führen könnte.

Video "Nachts durch St.Gallen"

Im folgenden Video habe ich eine abendliche Durchfahrt durch die Stadt von der Kreuzbleiche nach Neudorf festgehalten und kommentiert – aus meiner Sichtweise.

velo druch stgallen

Legende zum Video

radgruenRadstreifen auf Mischverkehrsstrassen. Idealzustand, aus Platzmangel aber nicht überall möglich. Innerorts sollte es auch gut ohne möglich sein, damit Grünflächen nicht auf Kosten von Strassenflächen weiter reduziert werden müssen.

mixMischverkehrstrasse, für sichere Velofahrende immer noch das beste für schnelles Vorwärtskommen

mixbusVelos auf Busspuren erlaubt. Sollte vermieden werden. Der ÖV sollte durch den Radverkehr nicht behindert werden – gilt auch umgekehrt. Als Velofahrer hinter einem haltenden Bus warten zu müssen, darf nicht sein.

mixbusrotVelos auf Busspuren erlaubt. Hier ist die Spur zu schmal. Als Velofahrer hinter einem haltenden Bus warten zu müssen, darf nicht sein. Lösung: Velofahren auf MIV-Spuren erlauben.

mixallesMischzone, meistens als Begegnungszone signalisiert. Nicht ideal für Velorouten, aber legitim, wenn der Raum begrenzt ist.

mixrotRadwege und Velorouten gehören nicht in Mischzonen mit Fussgängern. Das ist für beide Beteiligten höchst unangenehm. Der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Velo und Fussgängerinnen oft grösser als zwischen Velos und Autos.

Generell: grün ist gut, orange tolerierbar, rot geht gar nicht.

Erläuterungen zum Video

Bogenstrasse > St.Leonhardstrasse > Zentrum

Der eigentliche Veloweg führt rechts via Lustgartenstrasse-Büchelstrasse. Er ist weiter, hat engere Radien und lässt auch aus Sicherheitsgründen keine 25 km/h zu. Ich fahre jeweils auf der St.Leonhard-Strasse und spure links im Rahmen des Mischverkehrs Richtung Zentrum ein, wie im Film angedeutet. Das geht es schneller. Mit über 30 km/h ist man kein Hindernis. Trottoirs und Mischzonen mit Fussgängern wie auf der St.Leonhard-Brücke und bei der Überquerung Geltenwilenstrasse sind für Velowege ein absoluter Unsinn.
Die Lösung ist auch hier: Schnellen und sicheren Velofahrenden darf die Fahrt auf der Strasse im Rahmen des Mischverkehrs nicht verwehrt werden.
Die Vadianstrasse benütze ich nur, um für diesen Film die Unvollkommenheit der Geltenwildenstrasse-Überquerung aufzuzeigen.

St.Leonhardbrücke

Eine Verbreiterung der St.Leonhard-Brücke ist in Planung. Vorteil: Velos werden wenigstens auf der Brücke von Fussgängern getrennt.

Velopasserelle St.Leonhard-Brücke, Verbreiterung
Quelle: Stadt St.Gallen

Doch die Situation wird nur leicht entschärft. Das Problem der Überquerung der Geltenwilenstrasse ist nicht gelöst. Der Stauraum vor dem Lichtsignal zur Überquerung der Geltenwilenstrasse genügt immer noch nicht und die Kurvenradien an den Kreuzungen sind viel zu eng. Platz für eine Querung unter der Brücke wie auf deren Nordseite fehlt leider. Auch in dieser Planung finden sich wieder äusserst enge Kurvenradien.

Marktplatz

Die Velodurchfaht des Marktplatzes wird nie eine Schnellroute sein können – muss sie auch nicht. Hier ist eine Mischzone unvermeidbar. Ich würde die Druchfahrt auf einem Mittelstreifen zwischen beiden Busspuren begrüssen. So wäre wenigstens der für beide Seiten unangenehme Fussgängerslalom durch den Bohl nicht mehr nötig.

Brühltor

Dieses Velolichtsignal ist zu lange Rot. Was vielen nicht bewusst ist: Rechts abbiegen ist bei Rot für den Mischverkehr, zu welchem Velos auch zählen, erlaubt, der im Film gezeigte U-Turn auf dem Burggraben jedoch nicht. Doch das zu lange Rot treibt einen zu solchem Verhalten. Warum kein Grün im Nachzug von Bussen?

Kreuzung Rorschacher Strasse – Frohbergstrasse

Hier ist eine LSA geplant zur Erschliessung des Kantonsspitals. Somit wäre der Verkehrsfluss der Rorschacher Strasse auf einer Länge von 830 m 6x durch eine LSA gestört!

Die LSA Frohbergstrasse wäre vermeidbar.

Lichtsignle

St.Gallen ist lichtsignalverliebt. Es hat davon zuviele und stetig werden es mehr. Allein auf dieser Route werden drei Weiter in Aussicht. Antrieb für diese Lichtsignalitis ist das kantonale Tiefbauamt, das dies mit Normen und Verordnungen begründet. Diese könnten aber auch geändert werden...
Grund hinter der Installation einer Lichtsignalanlage (LSA) ist die Sicherheit. Doch mit jedem Fussgängerstreifen und jeder Kreuzung, die lichtsignalgesteuert sind, sinkt die Sicherheit, weil zuviele und zulange Rotphasen die Geduld von Fussgängern und Velofahrerinnen überstrapaziert und zu Rot-Übertretungen führt.

Gleich zwei zusätzliche LSAs sind auf der St.Leonhard-Strasse geplant, je eine bei der Einmündung der Pestalozzi- und eines bei der Kesslerstrasse. Verlangt werden sie wegen einer Norm. Bei mehr als zwei Fahrstreifen in eine Richtung müssen bei Fussgängerstreifen entweder eine Mittelinsel oder eine LSA aufgestellt werden. Aus dem gleichen Grund testete die Stadt beim Oberen Graben auf der Höhe Multertor eine Spurreduktion, um so diesem Problem auszuweichen. Im Fall Oberer Graben ist für mich ich diese Lösung akzeptabler als Inseln oder gar eine LSA. Selbige würde dort wohl ohnehin wenig beachtet.

St.Leonhard-Strasse Lichtsignale
Plan: Stadt St.Gallen

Je mehr LSAs installiert werden, je mehr Rot leuchtet, desto weniger werden diese von Fussgängern und zunehmend auch von Velofahrenden im Fall von sichtbar freien Strassen beachtet.

Nachts können die meisten LSA abgeschaltet werden. Das war früher so und hat meines Erachtens gut funktioniert. Der ursprüngliche Zweck dieses Films war es, aufzuzeigen, wie oft die LSA nachts rot unnötig anzeigen. Überrascht durfte ich feststellen, dass die meisten auf Grün schalten, wenn man sich ihnen nähert. Die Sensoren funktionieren also auch bei Velos. Unschön ist aber, dass sie spät reagieren und das Tempo gedrosselt werden muss, was bei Muskelantrieb «schmerzt».

Zusammengefasst die Hauptärgernisse für routinierte Velofahrende

  • Velomassnahmen sind nicht auf 25 km/h ausgelegt
  • Mischzonen mit Fussgängern
  • Zu enge Radien auf Velorouten und -wegen
  • Zu viele Lichtsignale mit zu langen Rotphasen

Im Detail oft unterschätzte Fehler bei Velowegen und Radstreifen

  • Nichtbeachten von Radstreifen auf Trottoirs durch Fussgängerinnnen und Fussgänger oder z.B. durch die Bereitstellung von Abfallsäcken auf diesen Bereichen
  • Nichtbeachtung von Radstreifen durch einmündende Autofahrende, sei es von Seitenstrassen oder von Hofeinfahrten
  • Unterschätzen der Geschwindigkeit von Velofahrenden. Dies gilt im besonderen auf Quartierstrassen.
Grundsätzlich fördern Massnahmen «für den Veloverkehr» eine Hierarchie zugunsten des Autoverkehrs. Auf gemischten Verkehrsstrassen hingegen sind Velofahrerinnen und Velofahrer grundsätzlich gleichberechtigt.
Je weniger Velos auf Gemischt-Verkehrsstrassen unterwegs sind, desto gefährlicher kann es für den einzelnen werden, der diesen Weg mangels Alternativen wählen muss.

 

Negative Beispiele von Massnahmen "für Velos"

Um nicht falsch verstanden zu werden, diese Massnahmen diesen der Sicherheit und haben für weniger routinierte Velofahrerinnen und Velofahrer ihre Legitimation. Routinierten Velofahrenden verlangsamen sie das Vorwärtskommen aber beträchtlich.

St.Leonhard-Kreuzung
Kreuzung Kreuzbleiche-St.Leonhard. Auf dem Weg von Ost nach West hat man vier (!) Lichtsignalanlage zu passieren. Besonders stossen ist jenes auf den Busspuren, das rot geschaltet sein kann, obwohl kein Buss kommt. Diesen Parcour teilt man zudem mit Fussgängern.
Ich spure hier jeweils auf der Linksabbiegespur beim roten Auto ein, habe somit nur 1 Lichtsignal zu durchlaufen.
Dieses Problem ist erkannt. Die Stadt plant an einem Velotunnel.

Andere Umgestaltungssvorschläge: "Europaplatz" und Kreisel mit Entflechtung von ÖV, MIV, Velos und Fussgängern

 

Stahl
Kreuzung Stahl. Richtung Westen lässt ein Velorotlicht den Autos die Vorfahrt. Warum darf ich hier nicht mit gebotener Vorsicht mich in den fliessenden Verkehr einfädeln?

Splügenstrasse Olma
Splügenstrasse bei der Olma Halle 1. Die Velowegführung ist konfus. Von der Bachstrasse zum Splügenweg Querungen mit Fussgängern und irritierten Autofahrerinnen sind an der Tageordnung. Gemäss Plänen wird diese Situation auch nach dem Bau der neuen Olma-Halle 1 nicht.

Ideen für neue Velowegverbindungen im Raum Olma-St-Fiden-Kantonsspital

Kreuzung Splügenstrasse-Lindenstrasse
Ein Hauptgrund, warum ich die "Velostrasse" Lindenstrasse meide. Sie endet an einer Kreuzung, welche legal nicht fahrend überquert werden kann. Die beiden Lichtsignale sind nie synchron auf Grün. So geht das nicht – bei Autos käme niemand auf derart absurde Ideen!

Spiseggstrasse
St.Josefenstrasse – Sömmerliwaldstrasse. Das Abbiegen in den Veloweg Gaiserwaldweg, der in der Bildmitte oben in den Wald führt könnte wesentlich schneller gehen, wenn man auf das befahren des Trottoirs verzichtet. In der entgegen führenden Fahrtrichtung muss wegen dieser Massnahme gar zweimal eine Strasse überquert werden!

Sonnenstrasse bei der Feuerwehr
Sonnenstrasse bei der Feuerwehr. Ein Beispiel völlig unsinniger Geldverschwendung ist diese neue Führung für rechtsabbiegende Velos über das neu erstellte Trottoir. Rechts abbiegen war selbst für ungeübte Velofahrende noch nie eine Herausforderung. Routinierte verzichten auf dieses Hindernis und biegen rechts gleich auf die Strassenmitte ab, womit sie gleich links eingespurt sind für die Fahrt entlang der Olma-Halle 9 Richtung Heiligkreuz.

Güerbahnhof Barriere der Appenzellerbahnen
Güterbahnhof. Wie würden Automobilistinnen reagieren, wenn auf ihrer Hauptdurchgangstrasse eine vorhandene Bahnunterführung durch eine Barriere ersetzt würde?
Dass die Schliesszeiten der Barriere der Appenzellerbahnen max. 10 min pro Stunde sein wird, ist wenig glaubhaft, verkehren hier doch 8 Züge pro Stunde und die Haltedauer bei der nahen Haltestelle Güterbahnhof kann durchaus auch einmal länger dauern. Es kann also durchaus mit einer 25-prozentigen Sperre dieser Velo-Schnellroute gerechnet werden, was ihre Attraktivität massiv schmälert.
Diesen groben Unfug gilt es zu verhindern. Warum genügt hier ein Lichtsignal nicht? Durch den nahen Haltepunkt sind die Züge langsamer.

Überquerung Geltenwilenstrasse
Überquerung Geltenwilenstrasse. Geplant von Leuten, die selbst nicht Velo fahren.

  • zu lange Rotphase
  • zu enger Abbiegeradius
  • zuwenig Stauraum
  • holpriger Randstein
  • Konfliktzone mit Fussgängern und Fussgängerinnen
  • völlig praxisfremde Markierung

Stellt sich, wie erhofft, ein (E-) Veloboom ein, funktioniert dieser Knoten hier nicht mehr.
Ich wähle jeweils den Weg durch die Davidstrasse oder die St.Leonhard-Strasse.

Oberstrasse
Oberstrasse: Todsünde Veloweg auf dem Trottoir. Dieses ist hier zudem schmaler als üblich und der Belag ist uneben. Endgültig gegen die Benützung dieses Wegs spricht der Umstand, dass man sich als Velofahrer durch wartende Buspassagiere klingeln muss. Für beide Seiten höchst unangenehm.

Rorschacher Strasse, Obere Weid
Rorschacher Strasse, Obere Weid. Ähnliche Situation, aber noch schlimmer. Das Gefälle erlaubt locker Geschwindigkeiten von über 30 km/h. Wegen des nahen Schulhauses warten hier oft Kinder auf den Bus. Völlig unnötig macht diese teure Massnahme des Kantons die Tatsache, dass der Trottoirvelostreifen erst kurz vor der Haltestelle beginnt und ca. 200 Meter danach endet. Wer um Himmels Willen hat das geplant und bewilligt!

Anmerkung

Für unsichere Velofahrende mögen diese Massnahmen eine Hilfe sein. Sie können also ihre Berechtigung haben. Ich will aber als routinierter Velofahrer nicht gezwungen werden, diese Schikanen auf mich zu nehmen.

Es gibt auch positive Beispiele

rorschacherstrasse radstreifen krontal
Der Radstreifen Rorschacher Strasse ist grösstenteils vorbildlich gestaltet. Er bewirkt ein schönes, schnelles Vorwärtskommen. 

Velostrasse Lindenstrasse
Die Velostrasse Lindenstrasse ist eine gute Idee. Ich habe aber schon mehrmals die Erfahrung machen müssen, dass man sich auf das Vortrittsrecht bei den querenden Strassen nicht verlassen darf. Dies und Hofeinfahrten, Parkiermanöver und andere quartierstrassentypische Hindernisse sowie der oben beschriebene Missstand bei der Kreuzung Splügenstrasse hindern mich daran, diese Route ins Zentrum zu wählen.

Lämmlisbrunnenstrasse
Lämmlisbrunnenstrasse. Plötzlich öffnende Autotüren sind eine stetige Gefahr für Velofahrende. Diese wurde hier gut gebannt.

 

Fazit: Routinierten, schnellen Velofahrenden darf trotz allen Massnahmen die Benützung der Strassen bzw. Gemischtverkehrsspuren nicht verwehrt werden.

Viele sehen in der Entflechtung von Autos (MIV), ÖV und Velos den Idealzustand auf unseren Strassen. Diese kostet jedoch neben viel Geld auch Platz, der selten vorhanden ist. Zudem wird es sehr teuer.

Möglichkeiten für Entflechtung am Beispiel der Rorschacher Strasse.

 

Weniger Regelung kann mehr sein. Ich halte den Innerorts-Strassenverkehr für überreglemtiert. Es könnte auch anders gehen.

Ein Dorf schafft den Schilderwald ab

 

Fotos: Markus Tofalo, Luftbilder: Digitaler Stadtplan St.Gallen

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