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Gedanken, Ideen, Meinungen und Senf von Markus Tofalo

Hilflose Argumente für den Güterbahnhof-Zubringer

Unglaublich, wie falsch in einem Abstimmungskampf argumentiert wird

Eine Woche vor der Abstimmung über die Initiative zum Schutz des Güterbahnhofs vor einem Autobahnanschluss müssen an dieser Stelle ein paar Argumente der Projektbefürworter, insbesondere von Stadträtin Patricia Adam, näher betrachtet werden:

In der Abstimmungsbroschüre sind 3 Varianten für das Autobahnprojekt aufgeführt:
Variante A geht nicht, sieeh auf Seite 43 siehe in diesem Dokument, das der Stadt sehr wohl bekannt sein sollte.
Die Variante ohne Kreisel geht aus Kostengründen (wen wundert's) auch nicht, steht auf Seite 46 im selben Dokument.

2030 wird es zu stundenlangen Staus kommen.
Die Verkehrszahlen sind in den vergangenen Jahre war nur wenig gestiegen. Und dies bei steigenden Einwohner- und Pendlerzahlen in der gesamten Agglomeration, siehe hier in einer Übersicht von Marcel Baur.

Die Spange bis zum Güterbahnhof bezahlt der Bund.
Wenn überhaupt, war hier nur von einer Röhre mit Gegenverkehr bis zur Geltenwilenstrasse die Rede. Aber auch dies nur vielleicht. Der Bund finanziert die 3. Röhre des Rosenbergtunnels. In diesem Zusammenhang kamen bedenken über die Überlastung des Anschlusses Kreuzbleiche auf. Die Spange zum Güterbahnhof sollte diesen entlasten.

Die Verlängerung bis zur Liebegg bezahlt der Kanton.
Der Kanton bezahlt auch die Umfahrungen im Toggenburg, die Kernumfahrung in Rorschach, den neuen Autobahnzubringer in Rorschach, Entlastungsstrassen in Rapperswil-Jona und Bad Ragaz, den Zubringer Gommiswald, eine Umfahrung in Altstätten, den Autbahnanschluss Wil-West... Wie hoch dürfen die Steuern sein, um all diese Wünsche zu erfüllen?!

ÖV kann den zusätzlichen Verkehr nicht bewältigen.
Warum verbauen wir dann unseren Bahnhofplatz mit 14 Haltekanten, wo es doch nachweislich auch mit weniger gehen würde (siehe hier in einer Argumentation von Hansueli Stettler)? Hier war von massivem Ausbau des ÖV-Angebots in den kommenden Jahren die Rede.
Neue Angebote, sowohl auf der Strasse wie auf der Schiene schaffen auch neue Möglichkeiten und mehr Mobilität.

Der Verkehr von Teufen "wird direkt auf die Autobahn geleitet".
Nur jener von und nach Westen. Um nach Osten zu gelangen muss ein Appenzeller im unterirdischen Kreisel zur Geltenwilenstrasse abbiegen, dann über die St. Leonhardsbrücke fahren und beim bestehenden Anschluss Kreuzbleiche in nden Schorentunnel fahren – das ist "direkt".

Es wird kein Quartier durchschnitten.
Der Güterbahnhof und das Quartier um das Lagerhaus sind ja zwei Quartiere. Ein Zusammenwachsen ist anscheinend nicht erwünscht.

Keine Verzögerung bei der Überbaaung des Areals.
Solange man sich nicht auf eine definitive Variante für diesen Autobahnzubringer entschieden hat, ist kein Beginn einer Überbauungsplanung möglich. Und auch danach wird kein Investor mit dem Bau beginnen, solange an den Strassen und Tunnels noch gebaut wird. Selbst die vielleicht unberührten Baufelder werden brach liegen müssen, denn sie könnten für die Bauinstallation benötigt werden.

Der Bau dieses Autobahnzubringers verstösst gegen die Städteinitiative. Um diese in Erinnerung zu rufen, würde es eigentlich einer Druchsetzungsinitiative bedürfen. Ich bin aber gegen Durchsetzungsinitiativen aller Art.

Hier: Warum das Projekt Autobahnzubringer Liebegg wohl nie realisiert wird.

Mehr dazu auch im Blog von Marcel Baur

gueterbahnhof kreuzung
Bild: Anschluss Güterbahnhof, Kreuzung Geltenwilenstrasse (zVg: https://www.gueterbahnhof-ja.ch,
Grafik, Markus Tofalo)

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