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Vorwärts

Gedanken, Ideen, Meinungen und Senf von Markus Tofalo

St.Gallen und das Wasser

Es fehlt

St.Gallen stadt am wasser

Mag sein, dass Gallus damals gute Gründe hatte, von Arbon aus bergwärts zu ziehen und sich irgendwo im Wald niederzulassen. Wäre er in Arbon geblieben, hätte man sein Kloster dort gegründet – kurzum: St.Gallen wäre am Wasser. Dem ist leider nicht so.

Die Geschichte lässt sich nicht ändern und so ist St.Gallen eine der wenigen Städte, die weder am Meer, noch an einem See oder einem Fluss liegt. Einzig die Steinach fliesst durch die Stadt. Nur wurde diese leider vor über 100 Jahren zugedeckt, weil sie in ihrer Funktion als Abwasserkanal ziemlich roch. Selbiges gilt auch für andere Bäche, die damals das Stadtgebiet durchquerten.

Ich bin nicht der einzige, der sich das Wasser zurück in die Stadt wünscht.

Hier ein paar bekannte und neue Ideen

Wasserspiel auf dem Kornhausplatz beim Bahnhofplatz. Der Ansatz ist nett gemeint. Das Bild vermag auch zu gefallen, aber der Unterhaltsaufwand steht in keinem Verhältnis. Es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, bis dieses Becken alt, verdreckt und hässlich ausgesehen hätte. Das haben die Verwantwortlichen wohl auch so gesehen. Daher kam die ihnen die Idee mit dem wieder Aufstellen des Lämmlerbrunnens nur recht.

Im Grabenpärkli, wo heute das Fass von Künstler Roman Signer rinnt, war früher ein Brunnen mit Fontäne. Ohne dieses Fass verbannen zu wollen – ich bin wohl einer der wenigen, denen es gefällt – hier könnte ich mir ein grösseres Gewässer vorstellen. Selbiges sehe ich in einem Pärkli zwischen Lokremise und Bahnhofnordplatz.

Warum darf es nicht gleich ein «richtiges» Gewässer sein?

Ich verweise gerne auf meine Idee zur Neugestaltung des Areals Bahnhof St.Fiden. Ein natürlich gestalteter Weiher könnte hier zusammen mit der neugestalteten Umgebung ein belebtes Quartierzentrum am ÖV-Verkehrsknoten bilden.

Eine andere Idee wäre ein kleiner See auf der Kreuzbleiche. Diese Idee stammt von meiner Parteikollegin Jacqueline Gasser-Beck. Wie St.Fiden klingt auch sie visionär. Die aktuell monotone Rasenfläche bietet genügend Platz für diesen Weiher, Sportfelder und Circusplatz.

Schliesslich zurück zur Steinach. Die Idee einer Freilegung hält sich schon seit Jahren. In der Lämmlisbrunnenstrasse wurden symbolisch ein paar Betonskulpturen gesetzt, die beplätschert werden – das verkümmerte Ergebnis aus einer Steinach-Freilegungsidee aus den 1990er-Jahren. Die Vorstellung, dort entlang einer breiten Steinach in einem besonnten Strassencafé zu sitzen, gefällt mir.

Tatsächlich gestaltet sich die Öffnung dieses Baches schwierig, da er tatsächlich nicht mehr hier fliesst. 1991 wurde die Steinach von der Mühlegbahn-Talstation bis zum Galgentobel in einen Stollen verlegt, um so das saubere Wasser vom Abwasser, welches im ursprünglichen Bett fliesst, zu trennen. Dieser Stollen führt jedoch an einem völlig anderen Ort durch. Schade. Aus meiner Sicht war das saubere Wasser zuerst da. Das andere müsste weg. Nichtsdestotrotz: Die Vision Steinach hält sich, unmöglich ist sie nicht, aber leider sehr teuer.

St.Gallen am Wasser geht schlecht, aber Wasser in St.Gallen?

 

Urbanes Quartierzentrum St.Fiden

Bahnhof Nord

Visionen der Grünliberalen Partei

 

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