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Vorwärts

Gedanken, Ideen, Meinungen und Senf von Markus Tofalo

Für gesunderen Ausgang

Vorbei sind die Zeiten, als man sich nicht in die allerfrischeste Kleidung für den Ausgang warf, wo sich die man zähneknirschend aber höflich ja zu sagen hatte, wenn ein Raucher fragte, ob er eine anzünden darf. Die meisten fragten ohnehin nie. Der Anblick von Aschenbechern während des Essens ist Geschichte, die Gefahr von Barndlöchern in Jacken Vergangenheit. Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Das Rauchen von speziellen Zigarren kann ein Genuss sein, wie das Trinken eines erlesenen Weins. Das Anzünden von Zigaretten im Stundentakt  (oder Viertelstundentakt) ist aber auch für den Aktivraucher viel eher eine Last, auch wenn er dies nie zugeben würde. Würde einer täglich drei Shots kippen, würde er als Drogenopfer eingestuft. Natürlich ist der Alkohol eine gesundheitlich noch bedenklichere Droge. Unter Passivtrinken hat aber noch niemand gelitten. Und darum geht es vorallem beim Rauchverbot. Wer Rauchen möchte oder muss, soll dies tun. Er soll aber andere nicht dazu zwingen, mitzurauchen. In der Schweiz sterben jährliche mehrere hundert Menschen an den Folgen des Passivrauchens.

Ist Mode Uniform?

Man würde denken nein. Auch nicht, wenn man die saisonalen Modepostillen durchblättert. Steht man allerdings konkret – in meinem Fall – in der Herrenabteilung eines grossen Warenhauses, macht sich schon etwas Ernüchterung breit. Unsere weiblichen Mitmenschen können aus einer viel grösseren Auswahl schöpfen, ihrem Typ entsprechend nach Lust und Laune sich etwas zusammenstellen.

Ich wollte eine Jacke kaufen. Während eines Städtetrips verschlug es mich in Hamburg in ein Warenhaus mit Markenrayons – da sollte man doch etwas finden können. Günstig, zweckmässig, modisch, aber nicht stromschwimmend sollte meine Jacke sein. Doch ich fand quer durch alle Labels nur Einheitsbrei vor: Militarylook ohne Ende. Müssen denn alle dasselbe tragen? Ist Mode also doch Uniform? Die Antwort lautet leider ja. Individuen, die sich etwas akzentuieren möchten, haben es immer schwieriger. Bekleidung, die ausserhalb der aktuellen Welle liegt, wird auch zunehmend teurer. Da hilft nur, Altes nicht wegzuwerfen…

Frauen haben es auch in einem zweiten Punkt einfacher. Die heissen Tage kommen bestimmt. Als Mann bleibt einem nur der neidische Blick, wenn Frauen aus einer ganzen Palette von Tenue-Erleichterungsmöglichkeiten schöpfen können. Unsereiner wird schief angeguckt, wenn er mit Shorts zu einem Meeting erscheint – darüber sehe ich – schon ab 15 Grad kurz tragend – locker hinweg. Ich war 300 Diensttage unformiert, mehr müssen es nicht sein.

Coldplay für 11.90

Das CD-Geschäft ist krank. Die Preise sind ungesund tief. Ziemlich erschrocken bin ich, als ich in einer Auslage – oder nennen wir sie treffender – Wühlkiste, beschriftet mit CHF 11.90, eine neuere CD von COLDPLAY gefunden habe. Die Halbwertszeit von CDs beträgt also weniger als sechs Monate, wenn sie denn überhaupt je zum «empfohlenen Verkaufspreis» angeboten werden, denn auch Hit-CDs stehen schon bei Erscheinung für bis 15 Franken im Regal, für DVDs gilt Ähnliches. In meiner Teenagerzeit habe ich jeweils noch 20 Franken für ein Vinylalbum hingelegt. Dazwischen würde eigentlich noch eine Teuerung liegen.

Bei solchen Preisen können Schweizer Musikschaffende, die nicht gerade Chartsplätze auf sicher haben, ihren Lebensunterhalt nicht mehr mit Musik finanzieren. CDs veröffentlichen sie ohnehin nur noch als Promotionsinstrument für ihre Livekonzerte – an denen eine pro Bandmitglied vielleicht noch ein paar Hunderter pro Auftritt drin liegen. Dafür werden die Preise von Studios und Grafiker gedrückt. Die Gestaltung eines CD-Booklets muss in drei Stunden erfolgen, will sie sich für den Grafiker rechnen, und damit der Studioproduzent davon leben kann, muss ein Song in einem Tag produziert und aufgenommen sein.

Ich frage mich, warum wollen immer noch so viele in dieses Business rein? Leute, da ist nicht viel zu holen!
Besser man sucht sich einen Job in der Kosmetikindustrie. Diese floriert. Ich habe das empfohlene morgendliche Vollprogramm für den Mann von heute einmal durchgespielt. Um 7:04 Uhr betrat ich das Bad. Um 07:36 kam ich raus. Dabei sei ich noch schnell (um nicht zu sagen ungründlich) gewesen, habe ich mir sagen lassen. Schönheit ist definitiv für Betuchte, die nicht um 7:30 Uhr am Arbeitsplatz sitzen müssen…

Für 11.90 erhält man in der Kosmetikabteilung gerade mal ein Duschgel.

Genug von weiteren Abgaben

Die Meldung, dass auf MP3-Player eine Urheberrechtsabgabe erhoben werden soll, hat mich zuerst aufgeschreckt, später gar ziemlich erzürnt. Dass Musiker und deren Industrie mit ihrem Erzeugnis Geld verdienen ist ihr gutes Recht. Aber die Urheberrechtsabgabe ist doch schon beim Erwerb des Musikstücks, sei es auf CD oder online, bezahlt! Eine Abgabe auf MP3-Player ist daher ungerechtfertigt, genauso wie es befremdet, dass ich für CD-Rohlinge, auf denen ich meine Arbeiten archiviere oder für den Kauf meines Fotokopierers, mit dem ich meine selbstverfassten Mailings vervielfältige, zusätzlich bezahlen muss.

Unklar bleibt mir, wie diese MP3-Player-Abgabe begründet werden soll? Ist die für das Knacken des CD-Kopierschutzes, damit man seine rechtmässig erworbene Musik auch mobil hören kann? Oder ist sie für die als illegal bezeichneten Internet-Downloads? Kann man etwas illegal erworbenes überhaupt nachträglich verrechnen? Wohl kaum! Dies würde unweigerlich die illegale Handlung legitimieren. Oder hat schon einmal jemand von einer Bankraubabgabe gehört?

So und letzt verlange ich von jedem, der davon, was ich hier geschrieben habe weitererzählt eine Überweisung von CHF 0.10 auf das Postkonto…

Wir gehen um 22 Uhr schlafen

Outdoor-Partys

Das Thema wird sicherlich auch dieses Jahr wieder für Ärger sorgen. Ein schöner Sommerabend. Draussen ist gemütlich gestuhlt. Der Grill brutzelt. Feine Drinks verführen – das andere Geschlecht auch. Und ein DJ untermalt die gediegene Szenerie mit chilliger bis animierender Musik. Spätestens um 22 Uhr muss das Ganze abgebrochen werden.

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Zuwenig Wochenenden

Mit den warmen Tagen wächst auch die Lust auf Ausflüge, Weekendtrips, Privatparties im engen Freundeskreis usw. Wie es die Bezeichnung «Weekendtrips» schon im Namen verrät, haben solche an Samstagen und Sonntage stattzufinden. Üblicherweise handelt es sich bei diesen Tagen auch um jene beiden, die nicht mit vertraglichen Arbeitspflichten belastet sind.

Bis Mitte September beschert uns die 7-Tage-Woche 14 Wochenenden. Der Juni entwickelte sich mit zunehmender Klimaerwärmung zur europäischen Monsunregenzeit, also fallen mindestens 2 Wochenenden weg. 2 müssen abgebucht werden für Openair-Besuche, ein weiteres für die «Street Parade». Ein Wochenende muss in unserem Fall fürs Geschäft hinhalten, zwecks eines dringenden Auftrags. Noch 8 Weekends sind im Topf. Mindestens 2 fallen in die Ferien. Man verbringt sie irgendwo an einem Strand. Das erste noch aufgeregt, das zweite gelangweilt – der Strand sieht immer noch gleich aus. Von den restlichen 6 Wochenenden sind nochmals 2 verregnet und an einem muss irgendein runder Geburtstag in der Familie gefeiert werden. Eines ist dieses Jahr verlängert, weil der Bundesfeiertag auf einen Montag fällt – also müsste dieses für einen Sonderzweck ausgenützt werden.

Unter dem Strich bleiben jetzt noch zwei Wochenenden, an denen man sich wieder einmal mit Freunden auf besagten spannenden Weekendtrip begeben könnte. Dumm ist nur, dass sich bei 4 beteiligten Personen mit ziemlicher Sicherheit nicht eines der beiden Daten für eine gemeinsame Unternehmung deckt. Am Montag, 12. September stellt man dann nüchtern fest, dass man sich jetzt auf den Herbst konzentrieren könnte. Mit Argumenten wie, es sei ohnehin weniger heiss, tröstet man sich über den verpassten Sommer. Schliesslich habe der Herbst ca. 10 Wochenenden…

Also Planung ist… – lassen wir das.

Wir alle lieben Musik

Alljährlich fand Mitte August in Köln die POPKOMM., die Messe für Popmusik und Entertainment, statt. Für die alle, welche professionell mit Musik zu tun haben, war dies genauso alljährlich ein Grund, einen Betriebsausflug in die Domstadt am Rhein zu unternehmen. Es versteht sich von selbst, dass der Besuch der Messe nur ein Traktandum von mehren, weniger geschäftlichen war. Anyway.

Erstmals bleiben wir zuhause. Die POPKOMM. hat, in der Hoffnung, die Teilnehmerzahl steigern zu können, Location (Berlin) und Termin (Ende Oktober) gewechselt, leider. Man hofft, den Schrumpfungsprozess so stoppen zu können, einen Prozess unter dem die ganze Musikindustrie leidet.

Der Branche geht es schlecht, was die Zahlen anbelangt – aber auch psychisch. Weiterhin bauen die Konzerne Arbeitsplätze ab oder fusionieren. Nur wenig wird in neue Talente investiert. Es fehlt an Innovationsfreude. Anders im Untergrund. Da tut sich was. In Deutschland ist seit der Jahrtausendwende eine neue Generation von Bands hervor gewachsen, welche die deutsche Sprache wieder entdeckt hat. Die Zeit für den ganz grossen Durchbruch ist dieses Jahr gekommen. Dass gute Musik weiterhin gekauft wird, stimmt optimistisch.

Dass die Leute Musik wollen und lieben, bewiesen sie auch durch den zahlreichen Aufmarsch an den über 150 Festivals des vergangenen Sommers.

St.Gallen: Städtische Velorouten

An den Benutzern vorbeigeplant

Bereits durfte man die ersten warmen Sommertage dieses Jahres geniessen. Warum, so überlegt sich der umweltbewusste Stadtbewohner, fährt man nicht mit dem Velo zur Arbeit? Nebenbei profitiert auch der Körper von etwas Bewegung. Weitere Vorteile sind das Freie Parken in unmittelbarer Nähe des Zielorts und, man staune, je nach Verkehrsaufkommen und Route, ein schnelleres Vorwärtskommen als mit dem Bus. In der Innenstadt ist es sogar möglich, ohne grosse Anstrengung, rascher als mit dem Auto zum Ziel zu gelangen – allerdings nicht auf Radwegen...

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