TWELVE BISTRO: LEHRSTELLE GESUCHT

Typ: Bistro Image

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Die Hälfte des Restaurants wurde durch unsere Technik belegt.

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Ferris Bühler und Roman Sturzenegger führten durch die Sendung.

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Regie

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Regie

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Ernst Meyer jr.

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Patrick Köppel und Ferris Bühler
 
Dauer: 53:09 min 
Ausstrahlung: Februar 1998
     
Moderation: Ferris Bühler und
Roman Sturzenegger
Drehort: Arbon, Restaurant LOLLIPOP
Kamera: Markus Tofalo
Patrick Köppel
Thomas Schumacher
Ton: Mario Baiguera
Licht: Ernst Meyer jr.
Studioregie
& Technik:
Marko Perkovic
Assistenz: Patrik Küffer, Monika Bühler, Carmen Bärtsch, Pascale Croisé, Mike Etter
Gäste: PETER RUTISHAUSER, Arbetsamt Kreuzlingen
ROGER HEHLI, Lehrmeister BRUDERER AG
HANSJÖRG WILLI, Sekundarlehrer
ANDRE BÜCHI, Berufsberater
FREDI HOFSTETTER, Sonderklassenleherer
BRUNO MÜLLER, Reallehrer
   
Trivia: Markus: Unsere eigene Technik genügte für diese Kiste nicht. Marko sollte zusätzliche wie Schnittpult und Monitore vom LFS anliefern. Er kam über eine Stunde zu spät. Wir sind heute noch unseren Gästen für ihre Geduld dankbar.
Die Presse sah die Zusammenhänge dieser Sendung auch mehr oder weniger nach ihrem Gutdünken: TWELVE ist kein Team des Lokalfensehens Region Sulgen. Es wird lediglich dort ausgetrahlt. Zudem zeichneten wir die Diskussion nicht nur auf, sondern organisierten sie auch.  
   

Presse:

BODENSEE TAGBLATT vom 19.2.1998 

Am Lokalfernsehen

Twelve Bistro Im Kanton Thurgau suchen viele Schüler, die im Sommer die Schule beenden werden, immer noch verzweifelt nach einer Lehrstelle. Warum sich diese Suche heute oft als schwieriges Unterfangen erweist und was die Betroffenen dagegen unternehmen können, zeigt die Talk-sendung «Twelve Bistro» auf, die morgen Freitag, 20. Februar 1998, um 20 Uhr auf dem Kanal des Lokalfernsehens Region Sulgen erstmals zu sehen ist. Die Diskus-sion ist im Restaurant Lollipop in Arbon aufgezeichnet worden. Wiederholung der Sendung alle zwei Stunden auf dem Kanal des LFS. 

 

THURGAUER ZEITUNG vom 16.2.1998

Lehrstellensuche: Initiative ist gefragt

Arbon: Podiumsdiskussion des Lokalfernsehens Sulgen zum aktuellen Problem In Zeiten der allgenieinen Arbeitslosigkeit liegt nahe, dass die Aussichten für eine Lehrstelle düster sind. Auch in Arbon sind insbesondere Schülerinnen und Schüler der Real- und Sonderklassen dem Kampf um Lehrstellen ausgesetzt. In einer Podiumsdiskussion zwischen Jugendlichen, Berufsberatern, Lehrern und Vertretern des Arbeitsamtes wurde versucht, die Problematik zu erörtern. Die Veranstaltung im Restaurant Lollipop in Arbon wurde vom Twelve-Team des Lokalfernsehens Sulgen mitgeschnitten.

Von Andreas Notter Die Jugendarbeitslosigkeit ist ein Phäno-men, welches viele Jugendlichr just nach der Schulpflicht bereits mit dem rauhen Wind des Arbeitsmarkties konfrontiert werden. Das Team der Sendung Twele wollte den Problemen in einer Podiumis-diskussion auf den Grund gehen. Dabei sprachen für einmal nicht nur Lehrer und Lehrmeister über das Problem. Auch betroffene Jugendliche konnten selber von ihren Erfahrungen berichten. An der Diskussion beteiligt waren neben sechs Jugendlichen auch Lehrmeister Roger Hehli. Berufsberater Andre Büchi, Peter Rutishauser vom Arbeitsamt Kreuzlingen, Sonderklassenlehrer Fredi Hofstetter, Sekundarlehrer Hansjörg Willi und Reallehner Bruno Müller.

Viele verpassen ihre Chance
Oftmals sei das Schicksal der Jugendli-chen selbstverschuldel, sagte Sonderklas-senlehrer Fredi Hofstetter einleitend. "Viele sind einfach nicht bereit, sich zu erkundigen." Berufsbetater Andre Büchi begrüsst grundsätzlich, wenn sich die Schüler schon früh mit der Berufswahl beschäftigen. Sie sollen aber nicht in Panik geraten. Den Druck, möglichst früh eine Lehrstelle zu finden, würden sich die Schüler oft selbst auferlegen. Dass der Wettbewerb eindeutig gewachsen sei, spürt, man auch in der Sekundarschule, sagte Lehrer Hansjörg Willi.

Jugendliche müssen integrierl werden
Ein heisses Eisen berührte Fredi Hofsteitte mit dem Vorwurf, dass die potentiellen Lehrmeister insbesondere bei Sonder-klassenschülern, lange eine Unentschlos-senheit vorgaukelten. Hofstetter betonte, es ei wichtig, dass die Jugendliechen nach Ende der Schulzeit in einen Arbeitsprozess integriert würden. Für Roger Hehli, selber Lehrmeister, ist aber nicht primär der schutlische Werdegang, sondern der Einsatz und das Interesse des Schnup-persifts ausschlaggebend für ein Lehr-verhältnis. Als gute Chance, sich für eine bevorstehende Lehrzeit zu qualifizieren, sah Berufsberater Andri Büchi die Möglich-keit eines 10. Schuljahres. Nicht alle sind fähig mit 15 oder 16 Jahrein eine Beruftentscheidung zu fällen», sagte Büchi.

Tatsächlich sei der Ausländeranteil bei den Arbeitslosen massiv höher, sagte Peter Rutishauser. Mit der Nationalität habe dieses Phänomen allerdings wenig zu tun, vielmehr mit den oft fehlenden Kenntnissen an Sprache und Kultur. Dass die Vorbereitungen für eine Live-Aufzeichnung wesentlich länger dauern, als die Sendung selbst, unterschätzten die jugendlichen Fernsehmacher offen-sichtlich, konnte das Diskussionspodium doch erst mit eineinhalbstündiger Verspä-tung beginnen.

Wohl nicht nur für die Laien im Publikuin erschienen die zahllosen Kabel. Schein-werfer, Bildschirme und Mischpulte als heilloses Durcheinander. Es sei eben das erste Mal, dass sie ausserhalb des Studios eine Diskussionssendung auf-zeichneten, erklärte ein Mitarbeiter des TV-Teams die Anhäufung technischer Pannen.

Traumberuf an den Nagel gehängt
Tiziana besuchte in Arbon die Sonder-klasse. Der Traum, einst Kindergärtnerin zu werden, konnte für sie nicht in Erfül-lung gehen. Im 10. Schuljahr könne sie allerdings Erfahrungen sammeln, die ihr insbesondere im Hinblick auf ihr neues Berufsziel im Pflegebereich gute Chancen einbringen würden.

Arbeitslosigkeit sinnvoll überbrücken
Peter Rutishauer vom Aribeitsamt Kreuz-lingen betonte die Wichtigkeit der Beschäftigungsprogramme, die insbe-sondere für arbeitslose Jugendlichc ange-boten werden. Dabei handle es sich aber keineswegs um eine Art Zwangsarbeit, sondern um eine sinnvolle Vorbereitung für die Zukunft in der Arbeitswelt.

Realschüler kann ebenso fähig sein
Es sei ein Vorurteil zu denken, ein Sekundarschüler könne alles besser als ein Reals schüler, sagte Berufsberater Andre Büchi an die Adresse der Lehr-meister. Oft müsse er den Lehrstel-lensuchenden allerdings beibringen, dass der vemeintliche Traurnberuf mit deren Fähigkeiten nicht vereinbar sei.

Schulabgänger muss Interesse zeigen
Ihm sei es bei der Wahl eines Lehrlings grundsätzlich egal, ob dieser Real oder Sek besucht hat, sagte Lehrmeister Roger Hehli. Entscheidend sei der Einsatz bei der Schnupperlehre und das Bestehen eines Aufnahmetests, den seine Firma bei gegenseitigem Interesse durchführe. 

 

BODENSEE TAGBLATT vom 16.2.1998

Den Traumberuf begraben?

Das Arboner Team des Lokalfernsehens Sulgen befasste sich mit der Lehrstellensuche Die Suche nach einer Lehrstelle wird für Schulabgänger immer schwieriger. Dies zeigte auch der vom Arboner Team des Lokalfernsehens Sulgen im Restaurant Lollipop aufgezeichnete Beitrag für die Sendung «Twelve Bistro».

von Enrico Berchtold

Grosse Geduld aufbringen mussten am Freitag aber die Gästi und Teilnehmer im «Lollipop». Um 20 Uhr hätte mit der Aufzeichnung des Beitrags «Lehrstelle gesucht» begonnen werden sollen; los ging es jedoch erst um 21:30 Uhr. Einer der Gründe dieser Verspätung: Das Arboner Team des Sulger Lokalfernsehen das diesen Beitrag für die Sendung «Twelve Bistro» aufzeichnete, wagte erstmals den Sprung ausserhalb des Studios für eine solche Produktion. Ob es an der mangelnden Vorbereitung lag, bleibt dahingestellt. Tatsache war, dass Teile der umfangreichen Ausrüstung fehlten und nachträglich organisiert werden mussten.

Abschied vom Wunschberuf
Der Diskussionsrunde zum aktuellen Thema «Lehrstellensuche» gehörten an vier Schülerinnen und zwei Schüler, Berufsberater Andre Büchi, Peter Rutis-hauser, Leiter des Kreuzlinger Arbeits-amtes, Roger Hehli, Lehrmeister, sowie drei Arboner Lehrer. Fredy Hofstetter, Sonderklassenlehrer, bestätigte, für seine Schüler sei es sehr mühevoll, eine Lehr-stelle zu finden. Vielen falle es schwer von ihrem Wuinschberuf Abschied neh-men zu müssen. Immerhin, ausser zwei Schülern haben alle etwas Passendes gefunden. Drei von 36 Schülern der Sekundarschule sind noch im Ungewissen über ihre Zukunft, erklärte Hansjörg Willi. Gut die Hälfte der Klasse von Bruno Müller hat eine Stelle. Realschülern erwachse heute starke Konkurrenz bei der Lehrstellensuche durch Sekabsolventen, meinte er.

Einsatz entscheidend
Von Roger Hehli war zu erfahren, dass für ihn der firmeninterne Aufpahmetest und der Einsatz der bewerbenden über eine Einstellung entscheide. Vier von sieben Lehriingen, die dieses Jahr in die Firma Bruderer eintreten, kommmen aus der Realschule. «Die Schüler müssen realistischer werden in ihren Berufs-wünschen», ist die Ansicht von Berufs-berater Andre Büchi. Er stelle immer wieder grosse Enttäuschung fest, wenn er einem Schüler abraten müsse. Sonder-klassenschüler sollten sich eher für einfachere Berufe entscheiden, wie beispielsweise Anlehren. Einig waren sich alle Diskussionsteilnehmer über den Nutzen des 10. Schuljahres.

Locker und kompetent moderierten Andy Bühler und Roman Sturzenegger diese informative Sendung, die zwischen Freitag, 20. und Donnerstag, 26. Februar jeweils um 20 Uhr ausgestrahlt wird.

 

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